Hallo

Lesen war und ist ein ständiger Begleiter in meinem Leben.
Viele Interessen und Hobbies wechselten in all den Jahren. Doch eine Konstante blieb über all die Zeit. Die Faszination für Geschichten. Das Eintauchen in fiktive Welten. Schon als kleiner Junge liebte ich Hörspielkasetten und Bücher. Natürlich schätze ich auch gute Filme und Serien aber nichts faszinierte mich seit jeher so wie die unglaubliche Weite und Tiefe eines Buches, ob gehört oder gelesen macht hierbei keinen Unterschied.

Selbstverständlich war dies aber nicht, erinnere ich mich noch an eine Zeit, ich war rund 6 Jahre alt, als ich mich aus Protest unter einem Küchenschrank versteckte. „Komm raus und mach deine Hausübung.“, höre ich meine Mutter heute noch sagen. „Nein. Ich komme hier nie wieder raus!“, als Kind schien das ja durchaus im Rahmen des Möglichen zu liegen. „Ich werde dieses Lesen sowieso nie lernen. NIE!“

Ein oder zwei Jahre später hatte mich die Welt der Bücher bereits in ihren Bann gezogen. 

 

Lesen wurde mein Zufluchtsort und mein liebstes Hobby. Heute noch kann ich mich an das ein oder andere Buch inzwischen längst vergangener Zeit erinnern.
Warum man sich speziell an so manche Geschichte ganz genau, an andere aber nicht erinnert, zählt hierbei wohl auch zu den Mysterien des Lesens, scheint die Erinnerung doch nicht immer an die Qualität des Geschriebenen gekoppelt zu sein. Wobei ich heute auf die Frage welches den mein Lieblingsbuch sei, für mich zu behaupten wage, dass wohl jedes Buch, von den unzählig Gelesenen, welches mir in Erinnerung blieb ein Gutes gewesen war. 
 Ich verschlang mit jungen Jahren beispielsweise sämtliche Karl May Bücher meiner Tante. Wochenlang befand ich mich in den Welten von Winnetou und Old Shatterhand, verbrachte manch gefährliche Stunde in den staubgeschwängerten Welten des Schut und heute noch erinnere ich mich gerne an diese Zeit zurück. Eine Geschichte der Ninja Turtles blieb mir ebenso in Erinnerung, wie Robinson Crusoe oder Lederstrumpf. Werke von Hohlbein und später von Stephen King zogen in meinen Verstand ein. Ich versteckte mich vor Cujo dem blutrünstigen Bernhardiner, blies Luftballons mit ES auf und verbrachte einige Nächte in der Welt von Shining.
Das verstaubte Buchregal von Irma, einer älteren Nachbarin, die abends immer nervtötend nach ihrer Katze rief, infizierte mich mit James Clavell und den Abenteuern im fernen Asien. Nachhaltig geprägt haben mich sicher auch die unendliche Geschichte und viele, viele andere Bücher.

Und so bleibt zu sagen, dass trotz meiner vielseitigen Interessen, Familie und Arbeit Bücher bis heute eine Konstante in meinem Leben darstellen. 

Lange Zeit dominierte hier aber das geschriebene Wort, abgesehen von der Zeit der Hörspielkasetten, die ich aber als Kindheitserinnerung abgespeichert hatte.

Erst mit der Erkenntnis, dass Sport meinem gesundheitlichen Wohlbefinden auf lange Zeit nicht schaden würde erweiterte sich mein Spektrum.
 Nach langem Überlegen entschied ich mich mit dem Laufen zu beginnen und joggte von da an täglich zur Arbeit. (die Entscheidung wurde eventuell  durch die Tatsache erleichtert, dass wir nur ein Auto hatten, meine Mitfahrgelegenheit nicht mehr zur Verfügung stand und der Weg zur Arbeit nur rund drei Kilometer betrug)
Am meisten störte mich abseits der Anstrengung aber von Beginn an die in meinen Augen verschwendete Zeit während des Laufens. Ich überlegte wie ich die Zeit für mich sinnvoll nutzen konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich aus vielfältigen Gründen mein Geschichtenkonsum stark reduziert oder ging dramatischer ausgedrückt gar gegen null. Viel zu scheinbar hektisch war mein Tagesablauf geworden, dass ich mir die Zeit nahm mich mit einem Buch zu vergnügen. Durch Zufall stieß ich zu dieser Zeit auf die Möglichkeit mir ein Buch anzuhören. Mein erster Versuch in dieser Richtung (nun schon beinahe 15 Jahre her) war ein Buch von John Grisham, ich glaube es war die Firma gelesen von Charles Brauer. Ich lud mir das Hörbuch aus dem Internet, was sich damals als nicht so einfach wie heute darstellte da Hörbücher doch noch sehr exotisch waren, besorgte mir einen MP3-Player und lief los.
Es war ein Experiment und irgendwie kam ich mir seltsam vor als erwachsener Mann Geschichten vorgelesen zu bekommen. 

Doch aus anfänglicher Skepsis entwickelte sich eine regelrechte Sucht und bis heute bin ich ein riesengroßer Fan von Hörbüchern. Hörbücher ermöglichten es mir sinnbefreite Tätigkeiten mit einem unglaublichen Mehrwert auszustatten. Mit einem Schlag erhielten lange Autofahrten mit normalerweise sinnbefreitem Radio-Gedudel, Rasenmähen, Hausarbeiten, Sport und so viele andere Tätigkeiten einen derartigen Mehrwert, dass ich alles plötzlich gerne machte, ergab sich daraus ja immer gleichzeitig die Möglichkeit meine Geschichte weiter zu genießen. Mein Leben veränderte sich nachhaltig positiv. Und zu guter Letzt erhöhte sich auch der Anteil an gelesenen Büchern ebenfalls, war meine Liebe zur Literatur nun doch wieder neu geweckt. Aus allen möglichen Quellen besorgte ich mir Hörbücher und verbrachte unzählige Stunden der Suche danach. Seit April 2011 bin ich nun Kunde von Audible. Alle meine Hörbücher seit damals bezog ich über diese Plattform. Dieser Blog soll aber auf keinen Fall eine Werbung für Audible darstellen, nach Jahren der ständigen Suche und langem Überlegen war dies für mich persönlich aber die beste Entscheidung und ich bereue diese bis heute nicht. Seit damals habe ich nur über Audible bis jetzt (13.02.2019)  171 Hörbücher in meiner Hör- Bibliothek gesammelt. dies entspricht einer reinen Hörzeit von 1 Monat 28 Tagen 20 Stunden und 37 Minuten. 

Warum nun dieser Blog?

Ich möchte die Liebe zu Büchern und Hörbüchern mit anderen teilen.
 Ich möchte aber auch meine persönlichen Erinnerungen an die gehörten und gelesenen Bücher für mich selbst konservieren um wie in einem alten Fotoalbum von Zeit zu Zeit darin schwelgen.
Ich möchte alle anderen, die meine Vorlieben teilen, auf der Jagd nach der nächsten guten Geschichte unterstützen. Ich möchte anderen die Möglichkeit geben, von meinen stundenlangen Jagden nach dem nächsten Schatz zu profitieren.

Denn ist es nicht das was uns alle vereint?
 Einerseits dieses furchtbare Gefühl nach einem guten Buch, dass man wohl jetzt nie wieder eine derartig gute Geschichte finden wird und andererseits die Euphorie wenn man dann doch wieder fündig wurde. 

Mein Plan wäre es nun hier in regelmäßigen Abständen Rezensionen und Neuigkeiten über Hörbücher, Bücher zu veröffentlichen. Ich weiß natürlich selbst nicht wie sich dieses Projekt entwickeln wird, doch was wird die Zeit sicher zeigen.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute Jagd und hoffe hiermit dem einen oder anderen helfen zu können auf der Suche nach seinem Schatz.